Warum ein Town Hall Meeting in Berlin? – Was will das Nicolas Berggruen Institute?
Das Berggruen Institute on Governance versteht sich als unabhängige Denkfabrik, die praktikable Lösungswege für die politischen Systeme des 21. Jahrhunderts entwickelt. Die Arbeitsweise des Instituts: Es bringt herausragende Personen des öffentlichen Lebens und Menschen, die Regierungsarbeit aus erster Hand und eigener praktischer Erfahrung kennen mit den erfolgreichsten Unternehmerpersönlichkeiten und den bedeutendsten intellektuellen Vordenkern der Welt zusammen. Sie bilden councils, „Räte“, die sich regelmäßig treffen und sich langfristig engagieren. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Grundlagen für die Herausforderungen heutiger Regierungsarbeit zu entwickeln, zu diskutieren, konkrete Handlungsvorschläge zu unterbreiten und den Prozess zu begleiten.
Die Berliner Townhall-Konferenz am 30. Oktober 2012 findet auf Initiative des Council on the Future of Europe (Rat für die Zukunft Europas) statt.

Diskutieren Sie live mit dem Podium und
den 250 Gästen im Allianz Forum Berlin:
Zusammen mit dem Publikum, das sich auch als Betrachter der live im Internet übertragenen Veranstaltung mit Fragen einbringen kann, geht die Konferenz der Frage nach, wie das europäische Bündnis nach der Krise gestaltet sein sollte. In der Diskussion geht es um Visionen und konkrete Wege zu einer vertieften Europäischen Union. Die Diskussion orientiert sich an den Erfordernissen der Praxis und bezieht die bestehenden europäischen Institutionen und Bündnisse ebenso ein, wie neue Initiativen auf dem Weg zu einem Europa der Bürger.
Viele fordern, das historische europäische Projekt mit dem Ziel einer Staatenunion nun energisch voranzutreiben und damit Europas Rolle in einer zunehmend vom globalisierten Wettbewerb gekennzeichneten Welt zu stärken. So forderte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kürzlich, Europa müsse sich „zu einem Bundesstaat von Nationen entwickeln. Das ist unsere politische Vision.“. Im September sprach sich die Future of Europe Group von 12 EU-Außenministern unter Vorsitz des deutschen Außenministers Guido Westerwelle für eine stärkere europäische Integration aus. CDU und SPD schlossen sich dieser Forderung an.
Die fern des Bürgerwillens von den politischen Eliten betriebene Europapolitik und die nationalen Antworten auf die europäische Krise haben ausgedient. Nur ein Bürgertum, das sich einer europäischen Identität verpflichtet fühlt, kann der EU-Integration zum Erfolg verhelfen.
Das kann nur gelingen, wenn auch die europäischen Bürgerinnen und Bürgern von den Vorteilen eines starken Europa überzeugt sind. Eine offene und strukturierte Debatte darüber, wie eine solche politische Union aussehen könnte, hat es bisher allerdings kaum gegeben. Das Ziel der Townhall-Konferenz ist es, diese überfällige Debatte anzustoßen.

